Quelle: Rhein Zeitung Nr. 272 - Freitag 21.11.2008

Leserbriefe

"Leisten wichtige Beiträge"

Anwohner und Bürger klagen: Die Wildschäden und Verkehrsunfälle durch Wildschweine nehmen zu. Jäger wehren sich gegen den Worfurf der Untätigkeit.

Es ist an der Zeit, dass Politik, öffentliche Meinung und veröffentlichte Meinung zur Kenntnis nehmen, dass Jagd und Jäger nicht nur integraler Bestandteil unserer Gesellschaft sind, sondern wichtige und unabdingbare Beiträge für diese Gesellschaft und für die Natur leisten.

Es sind Jäger, die Nacht für Nacht irgendwo im Land die Kadaver von überfahrenen Wildschweinen von Straßen und Autobahnen bergen, die verletzten Tiere mit hierfür ausgebildeten Jagdhunden nachsuchen und sie von ihren Leiden erlösen. Es sind Jäger, die manches Wochenende dafür opfern, Impfköder z.B. gegen die Tollwut sach- und fachkundig zu verteilen. Es sind Jäger, die im großen Umfang Wildäcker und Wildbiotope anlegen und pflegen.

All diese wird von der Öffentlichkeit nicht zur Kenntnis genommen. Oftmals gilt der Jäger als trophäengeiler und schießwütiger Zeitgenosse, der quasi nach Gutsherrenart Wald, Feld und Fluren okkupiert. ein offenbar unausrottbares Vorurteil.

Also bite: Etwas Verständnis für die Jagd- und esst mehr Wildschwein.

Dieter Rollmann, Andernach. Präsident der Jägervereinigung Burg Wernerseck e.V.